Steelhead fischen hat Suchtcharakter – Thomas erzählt

Steelhead fischen hat Suchtcharakter – Thomas erzählt

Von Thomas Dürkop

Steelhead fischen hat Suchtcharakter. Seit ich 1977 meine erste gefangen habe, lässt mich dieser Fisch nicht mehr los. Jahr für Jahr reisen Fliegenfischer an die Westküste Nordamerikas, um diesen kräftigen, wandernden Regenbogenforellen nachzustellen. Ich kann gut verstehen, warum.

Thomas Dürkop hält eine gefangene Steelhead am Fluss
Thomas mit einer Steelhead am Wasser.

Meine erste Steelhead – und viele Reisen danach

Meine erste Steelhead fing ich 1977 im US-Bundesstaat Washington. Später führten mich weitere Reisen nach Alaska und British Columbia. In Alaska habe ich die meisten Steelheads gefangen, die größten in British Columbia. Jeder dieser Flüsse hatte seinen eigenen Charakter, und jede Reise verlangte, sich neu auf Wasser und Fisch einzustellen.

Steelheads steigen zu unterschiedlichen Jahreszeiten in die Flüsse auf. Schon deshalb gleicht eine Reise nicht einfach der nächsten. Wasserstand, Strömung und die Stellen, an denen sich Fische aufhalten können, bestimmen, wie man an den Tag herangeht. Gerade diese Ungewissheit ist für mich ein großer Teil der Faszination.

Weiter Flusslauf mit Kiesufer und herbstlich gefärbten Bäumen
Große Flüsse und weite Ufer gehören zur Steelheadfischerei.

Einhand- oder Zweihandrute?

Ob man mit der Einhand- oder Zweihandrute fischt, hängt vom Gewässer, den Bedingungen und den eigenen Vorlieben ab. Beide Wege haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist für mich, dass Rute, Schnur und Vorfach zusammenpassen und sich die Fliege dort führen lässt, wo man den Fisch vermutet.

Von allen Methoden macht mir persönlich das Nymphenfischen auf Steelhead am meisten Freude. Auch meine Fänge sprechen für diese Art zu fischen. Man muss die Strömung lesen, die Tiefe einschätzen und die Nymphe kontrolliert anbieten. Wenn dann ein Fisch einsteigt, ist sofort klar, weshalb man so viele Stunden am Wasser verbringt.

Fliegenrute ist während eines Drills an einem Fluss stark gebogen
Wenn eine Steelhead hängt, wird aus konzentrierter Fischerei ein intensiver Drill.

Der Fisch bleibt im Gedächtnis

Über die Jahre habe ich an vielen Gewässern gefischt. Steelheads gehören für mich trotzdem zu den Fischen, zu denen ich immer wieder zurückkehren möchte. Die Flüsse, die wechselnden Bedingungen und die Kraft der Fische machen jede Reise besonders. Selbst nach Jahrzehnten ist die Spannung vor dem nächsten Wurf noch da.

Rafal hält eine gefangene Steelhead am Flussufer
Rafal war mit Thomas auf der Steelhead-Tour unterwegs.

Wer eine Steelhead-Reise plant, sollte die Ausrüstung auf das jeweilige Gewässer und die bevorzugte Methode abstimmen. Besonders bei Rute und Schnursystem lohnt es sich, vorher darüber zu sprechen, wie gefischt werden soll. Wenn Sie dazu Fragen haben, schreiben Sie uns gern an info@fsf-duerkop.live.

Tight Lines
Thomas